Geburtstag

Unser Festwochenende ist vorbei,

wir haben uns riesig über unsere Freunde

aus Münsing und Hermannsburg gefreut,

die, die weite Anreise wegen uns,

und unserem Fest auf sich genommen haben.

Wir möchten uns bei allen Leuten und Vereinen,

dafür bedanken das Sie uns so toll unterstützt haben.

 

Natürlich möchten wir uns auch

bei all unseren Gästen bedanken,

Sie waren ein Super Publikum.

Bühne frei für fröhliche Trachtler

 

Lebendiges Brauchtum: 50 Jahre Trachtengruppe Todtnauberg 

Gäste vom Starnberger See und aus der Lüneburger Heide .

  1. Die Trachtengruppe Todtnauberg tanzte durch ihre Geschichte Foto: Jäger

TODTNAUBERG. Mit beschwingten Schritten in die Vergangenheit tanzten am Wochenende die Mitglieder der Trachtengruppe Todtnauberg im vollbesetzten Kurhaussaal. Das 50-jährige Bestehen des Vereins wurde zwei Tage lang fröhlich gefeiert.

Der "Kulturig"-Abend widmete sich in diesem Jahr ganz der Geschichte der Trachtengruppe und erzählte tänzerisch wie spielerisch von den Anfängen und den Höhepunkten der letzten 50 Jahre. 1960 trafen sich erstmals Burschen und Mädchen (damals noch im Dreikönigssaal), um Tanzen zu lernen, und so wurde die Tanzgruppe ins Leben gerufen.

Kathrin Brender, die sich das Programm und die Geschichten des Kulturig-Abends ausgedacht hatte, begeisterte immer wieder mit ihren Solo-Gesangseinlagen, die unter die Haut gingen. Als ständige musikalische Begleitung standen Erwin Schubnell (Kontrabass) und Jürgen Mühl (Akkordeon) auf der Bühne. Die Trachtenkapelle bewies einmal mehr ihre Vielseitigkeit und begann mit einer flotten Bigband-Melodie. Amüsant verpackt, wurden die verschiedenen Stationen in Tänzen und Sketchen gezeigt, es wurde gesungen und getanzt. Tränen lachte das Publikum, als die Kindertrachtengruppe auftrat, denn der ein oder andere kleine Tänzer hatte auf der Bühne ganz eigene choreographische Vorstellungen. Prompt wurde von den Kleinen eine Zugabe verlangt, tosender Applaus war ihnen sicher. Eine große Freundschaft verbindet die Trachtengruppe Todtnauberg mit den bayerischen "Seeröserl Ammerland-Münsing", die aus Münsing beim Starnberger See angereist waren. Die "Vergnügten Harmsbergern" kamen aus Hermannsburg in der Lüneburger Heide. Während die Bayern einen echten Schuhplattler auf die Bühne legten, wirbelten die Niedersachsen ihre Partnerinnen im Kreis herum, dass es dem Publikum nur vom Zusehen schwindlig werden konnte.

In Deckung gingen die Besucher in den ersten Reihen, als dicke Holzspäne von der Bühne flogen. Reindi Brender hieb seine Axt in den Baumstamm, um die von der Trachtengruppe wieder ins Leben gerufene Tradition des Johannisfeuers darzustellen. Auch geglöckelt wurde an diesem von Kathrin Brender und Jennifer Möller moderierten Abend. Begeistert applaudierte das Publikum, als sich die Todtnauberger Trachtler mit den Bayern und Niedersachsen zum Disco-Fox (willkommen in der Neuzeit) auf der Bühne zusammentaten. Zwei Mitglieder hob Vorsitzender Hansgeorg Bergmann besonders hervor: Erwin Schubnell, erst Tänzer, dann Musiker, beherrscht fast jedes Instrument und ist seit der Gründung dabei. Reindi Brender, Probenleiter, ist seit 20 Jahren im Vorstand, wie Schubnell Ehrenmitglied und mit der goldenen Ehrennadel des Bundes Heimat und Volksleben ausgezeichnet. Ohne sie wäre die Trachtengruppe nicht da, wo sie jetzt ist, betonte Bergmann. Ihnen zu Ehren wurde das Badener Lied gespielt und gesungen, bevor zum großen Finale alle Darsteller nochmals auf die Bühne kamen.

 

Bericht = Badische Zeitung