E Armvoll Freud

 

I will nit viil

bloß churzi Wiil,

e bizzli Freude schenke,

das isch mii Ziil

für allewiil

weng lustig sii und ...denke.

 

Und wenns Euch gfallt,

wenns widerhallt

und guete Bode findet,

nit mit dr Gwalt,

wie gwachs`ne Wald

wo Gstrübb und Liäne windet.

 

So nämmets aa

und denket dra

e Armvoll Freud solls werde.

S het Schnarze gha

s wird Unchrutt ha

wie in de schönste Gärte.

 

 

Markgräfler Ländli

 

Wo d Wiese sich zuem Rhii hizieht,

wo d Chander wild sich windet,

e Menscheschlag mit frohm Gmüet

sich über Grenze findet.

 

Wo dunkle Wald zuem Gipfel drängt,

verträumte Bächli fließe,

wo sich de Rhii nach Norde zwängt,

lit Stadt und Land zue Füeße.

 

Wo d Sunne lacht am Rebehang

Und strahlt im heit`re Gwändli,

wo Wiese, Chander, rhiientlang

Grüeß Gott, Markgräfler Ländli ! 

 

 

Muettersprooch

Die erste Wort, wo aim an s'Ohr sin klunge,

die erste Liedli, wo aim d'Muetter g'sunge,

sin für ä Chindli doch so wunderschön

au wenn si Wort und Sinn no nit verstöhn.

 

Und wiwviil git's, wo spöter drüber lache,

wo sich mit halbem Hochdütsch wichtig mache

und d'Muettersprooch so gärn vernüdde dien

und meine, dass si nobler schwätze mien!

 

Schwätz numme nobler, nimm Di schrecklich wichtig

und glaub au no, Dii Chuuderwältsch wär richtig,

vergiß Di Chindheit, glaub es sig ä Schmooch,

für Mi bisch wunderschön, Mi Muettersprooch.